Tag 1 – 21.03.2013 – Frankfurt – Houston

Streik oh nein!
Am Nachmittag des 20.03.2013 las ich in den Nachrichten, dass sich die Lufthansa überlegt hat, doch genau am 21.03. ein bisschen zu streiken.

Wie toll…

Es sollte aber nur die Kurzstrecken innerhalb Europas betreffen, die Langstreckenflüge sollten so weit wie möglich durchgeführt werden.

Ja, so weit wie möglich, was mag das heißen?

Wir haben uns also überlegst, zumindest mal 3 Stunden zuvor beim Check In zu sein, man weiß ja nie, was da für ein Chaos herrscht.

Also stellten wir uns den Wecker auf 04:45 Uhr. Als dieser dann klingelte, waren wir auch direkt wach, ich hatte sogar ganz gut schlafen können.

Fix geduscht und noch die letzten Sachen gepackt und alles ins Auto geräumt.

Ich hatte am Flughafen in Frankfurt schon lange zuvor einen Parkplatz für 100 Euro für 3 Wochen gebucht. Sonst kostet das Parken an Terminal 1 wesentlich mehr.

Wir haben es ja nicht so weit zum Flughafen und waren schon gegen 06:10 Uhr dort, die Autobahn war frei.

Wir suchten uns also einen schönen Parkplatz im Parkhaus und begaben uns dann in die Abflughalle zum „Baggage Drop Off“, denn ich hatte ja schon online eingecheckt.

Es war nichts los an den dafür vorgesehen Automaten, cool. Also nichts wie hin.
Nur leider sind unsere Koffer für den Automaten zu groß, hoffentlich wird das nicht irgendwann komplett von einem Automaten übernommen, denn dann müssen wir uns wohl kleinere Koffer zulegen. 158cm (Breite + Höhe + Tiefe) sind vorgeschrieben , wir haben ca. 163cm.

Nun gut, dann also doch zum Schalter, wo sich eine mittelgroße Schlange gebildet hatte. Da aber alle Schalter geöffnet waren, ging auch diese Prozedur recht schnell.

Super, jetzt waren wir um 06:40 Uhr eingecheckt und hatten noch bis 08:55 Uhr Zeit, denn da war erst „Bording“ für den Flieger, der um 09:40 Uhr von Frankfurt nach Houston starten sollte.

Auf dem Weg zum Gate kam eine kleine Demo vorbei mit den Lufthansa-Leuten. Sonst war aber kein Chaos am Flughafen, alles ging zügig.

Kurz vor dem Gate aßen wir unsere Brote und die kostenlosen Snacks, die die Lufthansa an die Reisenden verteilte.

Dann durch die Security, wo auch nichts los war, und zu den Bänken vor unserem Gate.
Langsam füllten sich die Bänke, aber so richtig voll wurde es nicht.

Dann kam die Durchsage der Flugbegleiter, dass das Einsteigen länger dauern würde, weil sie nicht so viel Personal hätten. Da wurden alle etwas hektisch und drängelten sich zum Eingang.

Das Einsteigen ging dann aber irgendwie so schnell wie nie zuvor.

Wir nahmen unsere Plätze in Reihe 73F und 73G im Mittelgang ein, direkt vor den Toiletten. Die Bestuhlung im A380 ist 3 4 3.

Dann kam die Durchsage „Bording complete“ und es waren noch sehr viele Plätze frei, unter anderen 3 von 4 Plätzen vor uns und ein Platz neben uns. Cool, wir konnten uns also breit machen, und den Reisenden vor uns baten wir, sich vor den Platz zu setzen, der bei uns frei war, so dass wir nicht durch die Rückenlehnen eingeengt wurden. Das machte er auch verständnisvoll. Nach dem Essen machte er sich da eh lang, der hatte es gut.

Die Flugbegleiter waren alle extrem gut drauf und bemühten sich wirklich, uns jeden Wunsch zu erfüllen.

So ging der Flug doch tatsächlich sehr schnell rum und wir landeten sogar 1 Stunde vor der geplanten Ankunftszeit in Houston.

Der Flieger war wohl so leer, weil ja die europäischen Flüge alle gestrichen wurden, so kamen diejenigen, die mit dem Flieger nach Frankfurt kamen, natürlich nicht mit. Für die ärgerlich, aber für uns super.

In Houston erwarteten uns ca. 25°C und ein bewölkter Himmel. Viel besser als die Kälte in Deutschland.

Da es zurzeit Kürzungen im US-Haushalt gibt und auch Stellen bei den Behörden gestrichen worden sind, planten wir schon mal lange Wartezeiten für die Immigration ein.

In der Halle in Houston gibt es ca. 40 Schalter für Non US Citizens und 40 für US Citizens.

Von den Schaltern, die für uns zuständig waren , waren ca. 20 geöffnet, auf der anderen Seite etwas weniger.

Aus unserem Flieger waren ca. die Hälfte US-Bürger, die anderen Touristen, Deutsche, Engländer, Inder.

Zusätzlich war noch ein Flieger aus Südamerika gelandet und einer aus Asien.

Dementsprechend voll war es, wie Vieh wurden wir durch die Reihen getrieben, und es ging schon sehr zäh.

Alles in allem würde ich sagen, wir haben ca. 1 Stunde gewartet. Nachdem die US-Cititzens-Reihen fertig waren, wurden diese Schalter auch für die Touristen geöffnet.

Am längsten dauert die Einreiseprozedur immer bei den Asiaten, die die Zollformulare falsch ausgefüllt haben und kein Wort englisch sprechen.

In unser Formular hatte ich das Hotel und den Ort eingetragen, was auch bisher immer gereicht hatte. Der Offizier wollte aber die ganz genaue Adresse des Hotels haben, die mußte ich dann erst raussuchen.

Aber sonst waren wir schnell durch und liefen dann weiter zum Gepäck, das war natürlich schon lange da und stand schon neben dem Gepäckband.

Am Zoll wurden wir durchgewunken, danach wollten wir den Schildern Rental Cars folgen. In Houston gar nicht so einfach. Denn die gab es nicht.

Draußen fragten wir dann eine Frau, die uns zur Bushaltestelle schickte, diese hatte ein sehr kleines Schild mit der Aufschrift Shuttles.

Aber da waren wir richtig, denn nach 3 Minuten kam schon der Alamo/National Bus.

Der Bus fuhr ca. 10 Minuten und die Klimaanlage war mal wieder zum Schweinehälftenkühlen eingestellt.

Wie gewohnt gingen alle anderen Mitfahrer zum Alamo Schalter, wir aber zu National, wo kein Mensch war.

Es wurde auch gleich versucht uns ein Upgrade aufzudrücken, wir wollten aber erst mal sehen, was die Midsize Choiceline so zu bieten hatte.
Mit einem der Modelle kommt man ja gut klar, mit anderen eher nicht.

Die Reihe war mit ca. 10 Wagen der kleineren Midsize Modelle ausgestattet, die Autos kannte ich alle nicht, ein paar Fords, ein paar kleine Jeeps, ein paar Japaner etc.. Aber alle zu klein für uns, vom Kofferraum her.
Wir haben gerne im Kofferraum all unser Zeug (2 große Koffer, 1 kleiner Koffer, 1 Kühlbox, 1 Plastikbox, 2 Fotorucksäcke).

Wir hatten ja schon zu Hause gesagt, wenn wir keinen Midsize bekommen, der uns zusagt, dann fragen wir nach einem Upgrade.

Also wir zurück zum Schalter, und wir fragten, was er so da hat, angeboten hat er uns einen Infinity Crossover. Der sollte was mit 400$ kosten.

Den wollten wir aber nicht. Am liebsten wollten wir einen Jeep Grande Cherokee, den hatte er aber nicht da.

Also fragte er, ob wir einen GMC haben wollten? Einen Acadia – brandnew.
Hört sich gut an, wie ist der Preis? 322$ . „Deal!“

So haben wir nun für einen Fullsize SUV insgesamt 923 Euro bezahlt, beim letzten Mal 1000 Euro für einen schlechteren Wagen, da hatten wir Fullsize direkt von Deutschland aus gebucht.

Brandnew! Und mit Brandnew meinte er das auch, der Wagen hatte noch Plastikfolie dran und hatte 7 Meilen auf dem Tacho.

Oh, oh, und das will er uns vermieten?

Wir freuten uns wie die kleinen Kinder über den Wagen, so einen fährt doch das FBI, oder?
Ob der jetzt 4WD hatte oder nicht, haben wir gar nicht in Erfahrung gebracht, aber wir hatten ja auch nicht vor, extreme Strecken zu fahren.

Zumindest passte all unser Kram in den Kofferraum und selbst dann war noch Platz.

Ausgestattet war der Wagen mit Sitzheizung, Rückfahrkamera und einem Sirius Satelliten Radio.
Es konnte also losgehen.

Die ganze Prozedur hatte uns so viel Zeit gekostet, dass wir jetzt vom Flughafen direkt in die Rushhour fuhren.

Aber egal, wir waren endlich wieder hier.

Ca. 1 Stunde standen wir ein bisschen im Zähfluss, bogen dann aber richtig nach Brookshire ab. Auf der Weiterfahrt machten wir in Katy, TX, Halt, um in einem Walmart Superstore den ersten Einkauf zu tätigen.

Darauf hatten wir uns schon gefreut.

Walmart! Awesome!

Wir fanden fast alles, was auf der Liste stand und noch ein bisschen mehr und waren gleich mal ca. $200 los. In Las Vegas war der erste Einkauf teurer.

Nach dem Einkauf steuerten wir noch einen Panda Expreß an, aßen lecker Orange Chicken und Beging Beef. Es wurde bereits dunkel, als wir dann in unserem zuvor gebuchten La Quinta Inn in Brookshire ankamen.

Es war Springbreak Wochenende. Das Hotel war dementsprechend gefüllt mit Jugendlichen, die auf dem Weg zur Küste waren.

Die waren dann in der Nacht auch etwas lauter, aber wir fielen gegen 21:00 Uhr sehr müde ins Bett.

Wetter: bewölkt aber warm
Sights: -
Wanderungen: -
Abendessen: Panda Express