Tag 11 – 31.03.2013 – Grants, NM – Alamogordo, NM

Da es bis zu dem heutigen Ziel El Malpais NM nicht sehr weit war, schliefen wir etwas länger, ca. bis 7 Uhr. Frühstück gab es im Hotel bis 9 Uhr, das wir auch wahrnahmen. Ein paar Eier, etwas Toast und satt waren wir.

Dann fuhren wir zum Visitor Center in Grants, dort wollten wir eigentlich einen Nationalparkpass kaufen. Aber den gab es dort nicht, da die beiden National Monuments El Malpais und El Morro kostenlos sind.

Der nette Ranger erzählte uns kurz was über das El Malpais NM und was man dort sehen kann. Dann machten wir uns auf den Weg.

Das Monument erreichten wir nach einer kurzen Fahrt über die Route 66 und bogen dann auf den Highway 117 ab. Dieser führt direkt durch einen Teil des Parks.

Der Park ist kein Mega-Highlight, aber er liegt auf dem Weg, und da wir alle anderen Straßen Richtung Süden schon mal gefahren sind, entschieden wir uns, das Monument zu durchfahren.

Es gibt einen Natural Arch, der aber eigentlich immer in einem schlechten Licht liegt, weil er sehr nah an einem Felsen steht. Wir sahen uns den nur vom Parkplatz aus an und verzichteten darauf, näher ran zu gehen.

Etwas mehr Zeit verbrachten wir dann bei den Sandstone Bluffs, wo man eine tolle Weitsicht hat. Wir fuhren dann den Highway 117 immer weiter, wo man am Ende des Parks noch zur Lava Falls Area kommt. Aber es gibt keine Wasserfälle, wie man eventuell vermuten würde, sondern nur Lavafelder, die zwar irgendwie interessant sind, aber auch irgendwie öde, rein fototechnisch.

Um uns aber noch etwas zu bewegen, liefen wir den kleinen Hike eine Meile entlang, dann drehten wir um und machten an dem menschenleeren Parkplatz ein Picknick.

Obwohl heute Ostersonntag war, war der Park extrem leer.

Das Endziel für den heutigen Tag war eigentlich Magdalena oder Socorro, NM.
Um dort hinzukommen, suchte ich uns in dem Atlas wieder eine schöne Nebenstraße aus.

Wir bogen vom Highway 117 dann auf die Pie Town Road ab, diese Straße war einfach toll zu fahren. Das Wetter war auch wieder mal fantastisch, um die 20 Grad und ein toller Himmel. Das eine oder andere Fotomotiv lag noch am Weg, das wir als Fan von verlassenen Häusern und Autos (als Fotomotiv), natürlich nicht links liegen lassen konnten.

Dann erreichten wir Pie Town. Jetzt wussten wir auch, wo die Leute alle waren, es gab ein Fest im Ort. Wir sahen nur einen großen Parkplatz und hörten Musik und lautes Gerede , hier waren wahrscheinlich alle Leute aus dem Umkreis. (Die anderen waren alle in White Sands, wie wir am nächsten Tag bemerkten.)

Pie Town erwies sich fototechnisch als wahre Goldgrube, mit einigen verlassenen Autos und einem Windmühlenmuseum, einfach genial. Wir hätten uns da noch länger fest knipsen können, aber ich mahnte zur Weiterfahrt, weil ich gerne dieses tolle Licht und den tollen Himmel noch beim nächsten Ziel, dem Very Large Array, hätte.

Dieses tauchte dann am Highway 80 ganz plötzlich auf der rechten Seite auf. Mann, das war wirklich very large.

Wir fuhren so nah wie möglich an das Very Large Array heran, es gab dort einen Parkplatz.
Als wir unsere Kameras ausgepackt hatten und los wollten, kamen zwei Motorradfahrer des Wegs, die nur kurz ihre Maschinen abstellten und ein Foto von sich machten. Wir fragten sie, ob sie ein Foto von sich beiden wollten, aber nein. Sie nahmen noch nicht mal den Helm vom Kopf.

Vom Parkplatz aus führte eine Art Straße zum Array vor, ich war schon unterwegs, als Mario meinte, ach komm, da fahren wir hin, da müssen wir unser Zeug nicht so weit tragen, es wären ca. 1000 Meter gewesen durch einen Acker. Ok, also holte er das Auto, ich ging schon mal vor.

Wir fuhren so nah es ging zu den Satellitenschüsseln vor, dort parkten wir. Dann gingen wir immer am Zaun entlang für unsere Fotos. Dabei schreckten wir ein paar Hasen auf. Als wir ca. 500 Meter vom Auto entfernt waren, kam ein weißer Pickup angefahren. Es stiegen zwei Leute aus in Uniform.

Oh, oh, es war ja irgendwie hier Militär oder zumindest Regierungsgebiet, wo wir uns befanden.

Da die beiden aber keine Anstalten machten, uns zu rufen oder zu hupen oder sonst was, blieben wir erst mal ganz gemütlich da, wo wir waren.

Die beiden sahen sich dann aber unser Auto doch etwas zu genau an, sodass wir beschlossen, doch mal zurückzugehen.

Also wir ankamen, sagte einer der beiden: „Yo can not be here“. Ich dachte nur: „Yes, we can“.

Er sagte dann noch: „This is not a road, you can not be here.“

Ok, wir hatten ja verstanden, murmelten: „We are so sorry“, setzten uns ins Auto und fuhren die Straße, die keine war, zurück zum befestigten Teil. Die beiden folgten uns dann und winkten uns noch freundlich zu.

Puh, das ist ja noch mal gut gegangen, die beiden sahen so aus wie Securitys, die waren aber sehr nett und haben uns nicht, wie befürchtet, ermahnt oder schlimmer, erschossen.

Wir fuhren die Straße weiter, wo man dann noch direkt zu dem Very Large Array hinkam. Dort beim Visitor Center kam man noch näher ran an die Schüsseln als da, wo wir vorher waren.

Wir gingen die Tour, die durch Schilder markiert war bis zu den Schüsseln vor. Teilweise bewegten sich die Dinger, da funkten wohl gerade ein paar Aliens.

Alles in allem sind diese Riesen-Satellitenschüsseln sehr beeindruckend. Das ist auf jeden Fall mal einen Besuch wert.

Im Giftshop hingen dann ein paar Bilder rum, mit den Schüsseln im Sonnenuntergang und 1000 blauen Blumen im Vordergrund. Wow, wie schön.

Wir überlegten, ob wir eventuell zum Sonnenuntergang noch mal wiederkommen sollten, es war aber erst früher Nachmittag und wir zweifelten schon, ob wir überhaupt in Magdalena übernachten wollten, denn da waren wir schon nach 10 Minuten angekommen.

Zudem fanden wir in Magdalena nicht ein einziges Hotel, obwohl es nach den Recherchen zuvor mind. 3 Motels geben sollte, die hatte ich sogar via Street View gesehen.

Also was tun, entweder nach Socorro fahren, da ein Hotel suchen, oder gleich nach Alamogordo weiterfahren?

So konnten wir dann nicht zum Sunset zurück zu den Arrays, aber so waren wir dann eher an White Sands.

Wir entschieden uns durchzufahren, das Navi sagte, wir sind um 19:30 Uhr in Alamogordo.
Das war ok. Mit fast 600 km war das natürlich eine heftige Strecke, aber wenn man das nicht jeden Tag macht, geht das mal.

Das Navi führte uns über die 380, dann die 54 nach Alamogordo, hier waren wir im Jahre 2010 auch hergefahren, die Strecke zieht sich etwas. Vor 3 Jahren war die Hälfte eine Baustelle; kaum zu glauben, dass die immer noch nicht fertig waren. Zum Glück war Sonntag und es wurde nicht gearbeitet, sonst hätte uns die Baustelle sicher noch aufgehalten.

Auf unserer Seite des Highway 54 war es eh ganz leer, aber auf der anderen Seite kam ein Auto nach dem anderen, alle kamen zurück von Osterausflügen, die wollten wohl zurück nach Albuquerque.

Zwischendurch, ich sah so rechts und links, sahen wir einen Adler. Wow, der ließ sich gerade ein Reh oder so schmecken. Wir drehten um und fuhren noch mal zu der Stelle.

Der Adler flog natürlich weg. Wir warteten eine Weile, holten die Kamera mit dem Tele hervor. Aber leider kam der Adler nicht zurück. Schade.

Kurz vor Alamogordo fuhren wir dann direkt in den Sonnenuntergang, wunderschön.

Es war also schon dunkel, als wir die Stadtmitte erreichten. 2011 waren wir hier im Comfort Inn, wir suchten kurz. Es war jetzt ein Quality Inn.

Wir gingen rein, an der Rezeption saß eine Frau, wir fragten, warum es jetzt ein Quality Inn war, sie sagte was von Umbenennung, weil es ein mehrstöckiger Komplex war, wo man die Zimmer nur von außen erreichen kann, solche Motels wären jetzt alle in Quality Inn umbenannt worden.
Naja, in Grants waren wir noch in einem QI, wo man alle Zimmer von innen erreichen konnte.

Ich fragte, ob es was mit der Qualität zu tun hätte, das wurde aber verneint.

Nun gut, da wir ja 2012 schon hier waren und da erlebt hatten, dass die Zimmer zwar schon etwas älter, aber an sich sauber waren, fragten wir nach einen 2 Queen für 2 Nächte.

Sie machte ewig rum, dann waren wir endlich eingecheckt. Sie ließ mich was unterschrieben, wo das Auscheckdatum der 1.4. war. Bei 2 Nächten sollte das aber der 2.4. sein. Die Rate war auch nur für eine Nacht angeben. Ich frage noch mal nach, ob es auch wirklich für 2 Nächte ist?

Ja natürlich, sie schaute mich mit einem Blick an, als würde ich denken, sie wäre doof, nein, auf die Idee käme ich never ever.

Sie meinte, das wäre immer so, die Rate würde nur für eine Nacht angezeigt. Na, sie muss es ja wissen.

Nun frage ich mich, wer schon öfter in Hotels war, sie oder ich? Normal wird einem dann auch die Rate für den kompletten Aufenthalt angezeigt.

Nun gut, was sollten wir machen, wenn sie das so sagt. Wir wollten einfach am nächsten Morgen noch mal nachfragen und hofften da auf kompetenteres Personal.

Wir gingen zum Zimmer. Der erste Check, den ich immer machte, war schon ein Aus für den Raum. Die Bettwäsche war dreckig und das Bad sah auch nicht frisch geputzt aus.

Ok, also zurück zur Rezeption. Wir sagten, das Zimmer sei schmutzig, ob sie ein anderes hat.

Sie schaute uns recht ungläubig an, mit einem Blick, der sagte: “Na, stellt euch mal nicht so an.“

Aber wir finden, für 75$ kann man ein sauberes Zimmer erwarten. Ok, kann mal passieren, dass die Zimmermädchen nicht so ordentlich waren oder was vergessen wurde, kein Thema.

Sie gab uns ein anderes Zimmer. Ich fragte dann noch mal nach, ob es jetzt wirklich für eine oder zwei Nächte sei. Natüüürlich für zwei Nächte, wie gewünscht.

Ok.

Also ins nächste Zimmer. Das war 3 Türen weiter, zum Glück mussten wir unsere Koffer nicht wieder runtertragen.

Der erste Blick ins Zimmer: Ok, scheint sauberer zu sein als das erste. Aber 100% sauber war was anderes. Da es aber nun schon 21:00 Uhr war und wir auch Hunger hatten, ließen wir es dabei und dachten uns, wenn sie uns jetzt nur für eine Nacht eingecheckt hat, wäre das ja gar nicht schlimm.

Wir ließen also erst mal alles stehen und fuhren zum Chilli’s.

Dort aßen wir lecker. Mario nahm so was wie Orange Chicken und ich einen Santa Fe Salat.

Dann noch zum Walmart, ein bisschen Vorräte einkaufen und was zum Spielen für White Sands, und zurück zum Hotel.

Wir erledigten unsere abendlichen Arbeiten, das Hochspielen der Bilder auf den Rechner, das war heute viel, denn wir hatten unendlich viele Fotos gemacht.

Dann wurde ich müde und wollte mich gerade zum Schlafen hinlegen, ich wollte noch mein Kissen richten, dazu nahm ich es hoch.

Ihhhh……

Ein Insekt…. Bei genauem Hinsehen und danach googlen entpuppte sich das als Bettwanze.

Hier bleibe ich keine Minute länger.

Wir nahmen das Tierchen und packten es als Beweis in eine Zippertüte.

Dann haben wir aber so was von fix unsere Sachen gepackt. Mario ging noch mal aufs Klo und da liefen auch noch mehr Tierchen auf dem Teppich rum.

Das kam auch noch in die Zippertüte. Weiteres Suchen ersparten wir uns.

Zum Glück bewahren wir immer alle unsere Kleidung in Zippertüten auf, so dass sich da nichts einnisten konnte.

Es war jetzt schon 00:00 Uhr, aber egal. Also zur Rezeption, mit gepackten Koffern natürlich.

Inzwischen war ein Typ dort, der so aussah, als käme er gerade aus dem Knast, wie schon seine nette Kollegin zuvor. (Sorry, Vorurteil, aber eine Tattoo am Hals finde ich schon grenzwertig und es sagt einiges aus, und wie war das mit den tätowierten Punkten an der Hand?)

Wir zeigten ihm das Tütchen mit den Wanzen und sagten, es seien Bettwanzen im Zimmer, er soll unseren Aufenthalt bitte sofort canceln.

Er war überrascht, aber machte das sofort.
Er fragte: „ Für eine Nacht?“

Ich sagte, wir sind für 2 eingecheckt. „Nein, M’am, ich sehe das nur für eine Nacht.“

„Ach?“

Also, er checkte uns aus und gab uns die Cancelation-Bestätigung mit. Dann wollte er aber noch, dass wir so lange da bleiben, bis er den Manager angerufen hatte, er wollte dem das sagen.

Ja, geht’s noch, es war Null Uhr und ich wollte nur pennen.

Also nichts wie weg.

Gegenüber ist ein Best Western. An der Rezeption stand ein junges Mädel, mitten in der Nacht.

Wir wollten dann hier für 2 Nächte ein Zimmer. Mann, das war schwer. Es dauerte ewig, aber sie schaffte es nicht, uns 2 Nächte mit AAA-Rabatt einzucheken.
Ca. 30 Minuten später…
Wir sagten, sie sollte es gut sein lassen und nur für eine Nacht einchecken und für die zweite eine Reservierung machen, das Einchecken wollten wir dann morgen nachholen, wenn ihre Kollegin da wäre.

Oh Mann, sind die denn alle nicht fähig, ihren Job zu machen hier?

Endlich hatten wir ein Zimmer. Erst mal ein sorgfältiger Check, in den Betten alles sah gut aus…

Nur noch ausgezogen und hingelegt. Bis ca. 05.00 Uhr konnten wir schlafen, bis der LKW vor der Tür dann 2 Stunden seinen Motor warmlaufen ließ.

Wetter: sonnig ca. 19°
Sights: El Malpais NM, Pie Town, Very Large Aray
Wanderungen: -
Abendessen: Chilli’s: $28,17
Hotel: Best Western Desert Aire Hotel – $81,36 / 64,73 Euro
Bewertung: mittel +-
Bemerkung: